Erste Hilfe Maßnahmen
Temperaturmessung
Die Temperaturmessung bei Tieren erfolgt rektal. Für die Messung können Sie ein normales Fieberthermometer wie das für den Menschen nutzen. Aus Hygienischen Gründen, sollten Sie sich eins
ausschließlich für Ihre Tiere zulegen.
Lassen Sie sich den Hund von einer Hilfsperson fixieren.
Feuchten Sie die Spitze des Thermometers mit etwas Vaseline oder Speiseöl an, um es gleitfähiger zu machen.
Heben Sie mit einer Hand den Schwanz des Tieres an und führen Sie das Thermometer mit der anderen vorsichtig etwa 1 cm tief in den After ein.
Die Temperatur können Sie nach ca. 1 Minute ablesen.
Vermuten Sie eine erhöhte Körpertemperatur können Sie die zuverlässig nur durch Fiebermessen feststellen. Warme Ohren, Nase, Hautoberfläche sowie eine trockene Nase, müssen kein Indiz sein.
Normaltemperatur:
Hund:37,5 – 39,0 °C ( Welpen bis 39,5 °C )
Katze: 38,0 – 39,3 °C ( Welpen bis 39,5 °C )
(Quelle:http://www.tierservice.com)
Blutstillung
- Bewahren Sie Ruhe
- Fixieren Sie den Hund gut, damit er sich nicht Bewegen kann
- -Üben Sie direkten Druck mit einem Tupfer oder sauberen Tuch auf die Wundränder aus
Blutungen, bei denen keine größeren Gefäße verletzt sind (Schürfwunden und oberflächliche Schnittwunden, bei denen die Wunde nicht klafft), werden am besten durch gleichbleibenden, mehrere
Minuten andauernden Druck gestoppt. Dazu eignet sich ein steriler Tupfer oder ein sauberes Stück Stoff, welches auf die Wundränder gedrückt wird.
Kommt die Blutung nach einigen Minuten nicht zum Stillstand können Sie die Wunde mit einem Kühlakku oder Eisbeutel aus dem Gefrierschrank kühlen. Drücken Sie den Eisbeutel nicht direkt auf die
Wunde (Erfrierungsgefahr), sondern legen Sie etwas Gaze zwischen Wunde und Kühlpackung.
Wichtig:
- Reinigen Sie nicht die Wunde, eh die Blutung gestoppt ist
- Vermeiden Sie reiben oder betupfen der Wunde
Stärkere Blutungen
Ist die Blutung mit einfachen Druck nicht unter Kontrolle zu bringen, müssen Sie einen Druckverband anbringen und schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.
Sehr starke Blutungen
Kann eine Blutung an den Gliedmaßen oder an der Rute (Schwanz) nicht durch einen Druckverband unter Kontrolle gebracht werden, kann die entsprechende Extremität oberhalb der Verletzung abgebunden
werden. Das Tier sollte sofort einem Tierarzt vorgestellt werden.
Lassen Sie die Staubinde nie länger als 10 Min angezogen. Kommt es danach nicht zur Verringerung der Blutung, ziehen Sie die Staubinde erneut an.
(Quelle:http://www.tierservice.com)
Durchfall und Erbrechen
Bitte nicht mehr füttern, damit der Magen und Darm zur Ruhe kommen kann. Das Trinkwasser kann mit etwas Brühe angereichert werden, um einen zu grossen Flüssigkeitsverlust zu verhindern.
Weiterin empfiehlt sich die Gabe von Nux Vomica D6. Bitte jeweils alle 30 Minuten 1 Tablette dem Hund hinter die Lefzen schieben.
Durchfall und Erbrechen beim Welpen sind sehr gefährlich, weil der kleine Hundekörper schnell austrocknet! Man sollte daher umgehend den Tierarzt aufsuchen!
Hitzschlag
Hitzschlag ist immer als Notfall zu betrachten. Hier müssen Sie rasch Erste Hilfe leisten. Den Hund sofort an einem kühlen, schattigen Ort bringen - wenn im Auto, sofort befreien. Den Hund
anleinen falls er desorientiert ist. Die Körpertemperatur senken. Hier ist Vorsicht geboten - ein zu schnelles Abkühlen kann zum Schock führen. Wenn möglich, die Körpertemperatur alle 3 Minuten
messen. Wenn der Hund wieder eine Körpertemperatur von 39° hat sollten Sie unbedingt mit der Kühlung aufhören, da der Körper sonst Gegenmaßnahmen ergreift in dem er versucht Körperwärme zu
produzieren!
Kühlen Sie zuerst die Beine, dann den Bauchbereich anschließend Brustbereich und Kopf. Dieses machen sie am besten mit kalten, nassen Tüchern, die Sie auch unter den Hund legen können, oder mit
einem Wasserschlauch. Fließendes Wasser ist vorzuziehen, da es meist ständig kühl ist aber wenn Sie Tücher benutzen, öfters wechseln und nachfeuchten, denn die Tücher werden sich erwärmen. Sie
können auch Eisbeutel einsetzen, nur ist hier darauf achten, dass das Gewebe am Kontaktpunkt nicht erfriert. Auch Alkohol (medizinischer Alkohol zum Einreiben) kann zur Kühlung gut eingesetzt
werden, da er sehr schnell verdunstet. Geben Sie dem Hund Wasser zu trinken, aber zuerst nur Schluckweise. Ist der Hund bewusstlos, kein Wasser einflößen! er könnte daran ersticken! Hier
wäre es wichtig den Hund an eine Infusion zu hängen um ihn wieder zu hydrieren. Der nächste Weg sollte zum Tierarzt sein. Massieren hilft zusätzlich den Kreislauf anzuregen.
(Quelle +Copyright Swanie Simon 2005 - 2007)
Insektenstiche
Insekten (Bienen, Wespen, Hornissen) lösen durch ihre Stiche und Gifte lokale Entzündungsreaktionen des Körpers aus, die den ganzen Körper betreffen können. Insektenstiche sind sehr schmerzhaft
und können unter Umständen eine Lebensgefahr für das Tier darstellen. Sticht das Insekt den Hund im Maul oder Rachenraum (Tier versucht Insekten zu fangen und verschluckt diese), kann es zu
Schwellungen kommen, die die Atmung erschweren. Auch bei Tieren kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen.
Anzeichen:
Das Tier wird unruhig und beleckt sofort die Wunde.
Die Stichstelle erkennen Sie daran, dass das Tier sehr schmerzhaft reagiert, wenn Sie diesen Bereich betasten.
Die Haut bzw. Schleimhaut um die Einstichstelle ist gerötet und meist geschwollen.
Erste Hilfe – Maßnahmen:
Entfernen Sie, wenn möglich den Stachel mit einer Pinzette.
Kühlen Sie die verletzte Stelle mit einem Eisbeutel oder Kühlakku (nicht direkt – Erfrierungsgefahr)
Eventuell Tierarztbesuch
(Quelle:http://www.tierservice.com)
Unterkühlung
Erste Hilfe – Maßnahmen
- Bringen Sie das Tier an eine warmen Ort.
- Wickeln Sie das Tier in eine Decke.
- Legen Sie eine Wärmflasche mit unter die Decke (nicht direkt auf das Tier – Verbrennungsgefahr).
- Messen sie die Temperatur rektal.
- Überprüfen Sie, ob das Tier frei atmen kann.
- Bieten Sie dem Tier angewärmtes Wasser an (keine Flüssigkeit bewußtlosen Tieren einflößen).
- Tierarztbesuch
Erwärmen Sie ein stark unterkühltes Tier nicht zu schnell bzw. setzten Sie es nicht zu starker Hitze aus (Heizkissen) da sonst durch plötzliches Erwärmen der oberflächlichen Blutgefäße die
Durchblutung lebenswichtiger innerer Organe beeinträchtigt wird: Lebensgefahr!
(Quelle:http://www.tierservice.com)
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